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Beim Behindertensportfest steht das Miteinander im Vordergrund

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Alfred Prey ist Teammanager der Fishtown Pinguins in Bremerhaven, also dem Eishockeyclub, der in der ersten Liga mitmischt und nicht nur in Bremerhaven viele, viele Fans hat. Dass Alfred Prey am Sonnabend, 10. Juni, beim Behindertensportfest im Nordsee-Stadion zu Gast war, dürfte allerdings weniger mit seiner eiskalten Sportart zu tun haben. Bei fast 30 Grad im Schatten und super Sonnenschein war auch Prey ins Stadion gekommen, um die Teilnehmenden des 28. Behindertensportfestes anzufeuern. Mit Prey war weitere Prominenz aus Sport und Politik am Spielfeldrand zu finden, denn erstmals fand im Rahmen des Behindertensportfestes auch der „Lauf für alle“ statt, ein Inklusionslauf, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung sowie Frauen und Männer mit Migrationshintergrund gemeinsam an den Start gingen, unter ihnen auch Mitarbeiter der Lebenshilfe Bremerhaven. Da galt es, Flagge zu zeigen und das Organisationsteam rund um Karlheinz Michen kräftig zu unterstützen. Beklatscht und bejubelt wurden natürlich auch die rund 900 Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung, die auch in diesem Jahr wieder in den unterschiedlichsten Disziplinen an den Start gingen. Zu Dudelsackklängen der Happy German Bagpipers marschierten die Sportlerinnen und Sportler ins Stadion ein, die Lebenshilfe Bremerhaven war natürlich wieder mit einer großen Anzahl an sportbegeisterten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dabei. Weitsprung aus dem Stand, Weitwurf, Kugelstoßen, der 25-Meter-Lauf, die Schwimmwettkämpfe, das Tischtennis-Turnier, der Hindernisparcours mit dem Rollstuhl und das Rennen für Rolli- und Dreiradfahrer – Sportbegeisterte ließen fast nichts aus, wer wollte, konnte es aber auch etwas langsamer angehen lassen und beim Golf oder Basketball Zielgenauigkeit beweisen. „Es freut mich immer sehr, zu sehen, dass es beim Behindertensportfest vor allen Dingen um ein Miteinander geht. Das Gewinnen steht nicht im Vordergrund, unsere Kolleginnen und Kollegen helfen sich gegenseitig und sind mit viel Freude dabei“, so Gisela Tresch, Geschäftsführerin der Lebenshilfe Bremerhaven. Organisiert wird das Behindertensportfest seit nunmehr 28 Jahren vom Amt für Menschen mit Behinderung. Mit dem erstmals gestarteten Inklusionslauf möchten Amtsleiter Lars Müller und Stadtrat Uwe Parpart das Fest auch für Menschen ohne Behinderung öffnen und zu einem inklusiven Sportfest machen. „Vor allen Dingen würden wir uns auch gern mehr Zuschauer wünschen, die von der Tribüne aus die Sportlerinnen und Sportler anfeuern“, so Müller. Das übernahmen auch in diesem Jahr allerdings meistens wieder die Teilnehmenden selbst, die, fernab jedes Konkurrenzdenkens, nicht müde wurden, jeden Zieleinlauf zu bejubeln. Und beim genauen Hinsehen konnte man unter den Jubelnden doch tatsächlich auch einen Eisbären entdecken. Dunky, das Maskottchen des Basketballclubs Eisbären Bremerhaven, kam beim Besuch des Sportfestes ganz besonders ins Schwitzen, denn die Nachfrage nach einem Foto mit dem knuddeligen Kerl war riesengroß, die Sonne unerbittlich und Eisbären sind ja eigentlich nicht für solch hitzige Auftritte gemacht. Doch Dunky hielt tapfer durch, ob er sich im Anschluss an das Fest gemeinsam mit Eishockey-Teammanager Alfred Prey erst einmal in der Eishalle abgekühlt hat, ist nicht überliefert. (mal)

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Von |August 4th, 2017|News|Kommentare deaktiviert für Beim Behindertensportfest steht das Miteinander im Vordergrund