Der Brötchengeber feiert Wiedereröffnung

Nach rund siebenmonatiger Bauphase können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Anerkannten Werkstatt für Menschen mit Behinderung nun die Vorzüge des  „neuen Brötchengebers“ genießen, so die stellvertretene Vorsitzende des Elternvereins, Uta Schmidt, in ihrer kurzen Ansprache.  Modernste Technik in der Backstube und im Tresenbereich sowie  ein neuer, großer Personaltrakt mit Aufenthalts- und Ruheraum haben dem Brötchengeber ein neues Gesicht gegeben. Schmidt begrüßte zur feierlichen Wiedereröffnung rund 60 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und der Lebenshilfe nahestehenden Firmen und Institutionen  im Festzelt neben dem Brötchengeber.

Erfolgsgeschichte Brötchengeber

Die Geschäftsführerin der Lebenshilfe Bremerhaven, Gisela Tresch, ließ in einem Rückblick die Erfolgsgeschichte des Brötchengebers, die bereits vor  mehr als 20 Jahren  in der Hafenstraße begann, Revue passieren. „Aus dem einst kleinen Bistro  ist etwas Großes erwachsen. 38 Menschen mit und ohne Behinderung sind derzeit im Brötchengeber beschäftigt. Ziel des Umbaus war es, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verbessern. Das ist bestens gelungen“, so Tresch. Die Geschäftsführerin bedankte sich bei allen am Umbau beteiligten Firmen für die zuverlässige Zusammenarbeit und beim Team der Lebenshilfe – insbesondere das des  Brötchengebers – für die Geduld und die Zuversicht während der Bauphase. Der Dank der Geschäftsführung ging aber auch an die Senatorische Behörde im Land Bremen, deren Mitarbeiterin Petra Salwender-Horwedel ebenfalls zur Eröffnungsfeier gekommen war. „Unsere Behörde prüft die Anträge auf eine Refinanzierung für solche Bauvorhaben sehr genau. Natürlich muss sich das Vorhaben wirtschaftlich rechnen und die Kosten müssen im Rahmen bleiben. Beim Brötchengeber sahen wir da keine Probleme“, so Salwender-Horwedel, die sich außerdem daran erinnerte, einmal im Brötchengeber aktiv hospitiert zu haben: „Das war ganz schön anstrengend.“ Das unterstrich auch Uwe Parpart, Stadtrat für Menschen mit Behinderung in Bremerhaven. Vor einigen Jahren hatte auch er im Rahmen einer Hospitanz eine Nacht in der Backstube gestanden und kräftig mit angepackt.

Blick hinter die Kulissen

Nachdem Betriebsleiterin Sabrina Kück in ihrer Ansprache den Gästen eindrucksvoll die unterschiedlichen Bauphasen und die damit auch manchmal verbundenen Schwierigkeiten geschildert hatte, konnten die interessierten Gäste einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Für die zahlreiche Kundschaft hatte das Brötchengeber-Team am Eröffnungstag viele Leckereien im Angebot – Softeiskuchen, Genuss-Törtchen für zwei und die „kleine Nascherei“ fanden reißenden Absatz. Auch die mitreißende  Live-Musik der Lebenshilfe-Band Echtes Leben und die phantasievollen Kostüme der Maskengruppe von „Alles nur Theater“ kamen bei den Gästen gut an und luden zum Verweilen ein.  (mal)

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