Vom Bundestag in die Werkstatt – Uwe Schmidt besucht die Lebenshilfe

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Als „Leherheider-Jung“ weiß Uwe Schmidt natürlich genau, wo im Stadtteil die Wohngruppen und Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung der Lebenshilfe zu finden sind. „Ich bin in der Louise-Schröder-Straße groß geworden, da kennt man sich aus“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete, der in der vergangenen Woche bei der Lebenshilfe zu Gast war. Überrascht war Schmidt allerdings dennoch von der Vielfalt in den Werkstätten, die er gemeinsam mit Geschäftsführerin Gisela Tresch, dem Vereinsvorsitzenden Rüdiger Hillje und weiteren Lebenshilfe-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besuchte. „Sehr aufschlussreich und beeindruckend zu sehen, wie viele verschiedene Angebote die Lebenshilfe hat“, so Schmidt. Ob in der Kartonage, in der Tischlerei oder im Drahtesel – mit einem beherzten Handschlag begrüßte Schmidt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ließ sich gern die unterschiedlichen Arbeiten erklären. „Ich weiß selbst sehr genau, wie wichtig eine sinnvolle Arbeit ist. Meinen Handwerkerstolz habe ich mir bis heute bewahrt. Etwas von anderen zu lernen und dann selbst Erfahrungen sammeln, das steigert das Selbstbewusstsein ungemein. Das merkt man auch hier sehr deutlich“, so Schmidt, der im vergangenen Herbst erstmals für Bremerhaven und Bremen Nord in den Bundestag einzog. „Ich ernte dort noch immer erstaunte Blicke, wenn ich berichte, dass ich als Hafenarbeiter nun Politik als Bundestagsabgeordneter mache“, so der 52-Jährige.

Besonderes Augenmerk hatte Geschäftsführerin Gisela Tresch beim Besuch des Abgeordneten auf die Arbeit in der Tagesstätte der Lebenshilfe gelegt. „Mir ist es wichtig Ihnen zu zeigen, dass die Frauen und Männer, die die Tagesstätte besuchen, vollwertige Mitglieder unserer Lebenshilfe sind und wie wichtig die Arbeit auch weiterhin ist. Hier wird soziale Teilhabe gelebt“, so Tresch. In den Gesprächen mit der Geschäftsführerin und dem Vereinsvorsitzenden ließ der sozialdemokratische Politiker es nicht unerwähnt, dass er in ersten Begegnungen mit der Bundesvorsitzenden der Lebenshilfe, Ulla Schmidt, auch das Thema Tariflohn für die Werkstattbeschäftigten diskutiert habe. „Dafür will ich mich einsetzen“, so der SPD-Politiker. Gisela Tresch nahm die Gelegenheit wahr und erklärte das derzeitige Entlohnungsprinzip. „Das ist ein komplexes Thema, das wir auch in der „Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen“ diskutieren“, so die Geschäftsführerin. Seinen Ausklang fand der Rundgang mit dem Bundestagsabgeordneten bei einem gemeinsamen Besuch im Brötchengeber. Hier versprach Schmidt, mit Blick auf die sogenannten Außenarbeitsplätze, Kontakte zu ihm vertrauten Firmen herzustellen: „Wir gucken mal, wo wir da helfen können“, so der bekennende Brötchengeber-Fan, dem es derzeit besonders der dort hergestellte frische Erdbeerkuchen angetan hat. „Der steht bei mir und meiner Familie ganz hoch im Kurs“, so Schmidt.

Fotos: Masorat

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Von | 2018-05-17T11:39:35+00:00 Mai 17th, 2018|Aktuelles, News|Kommentare deaktiviert für Vom Bundestag in die Werkstatt – Uwe Schmidt besucht die Lebenshilfe